Dienstag, 15. April 2014

Bako NP 1/3


Am Tag darauf startete ich meinen Trip zum Bako Nationalpark nördlich von Kuching, in dem ich zwei Nächte gebucht hatte. Es war eine Stunde mit dem Bus und dann musste man mit dem Boot übersetzen. Meinen großen Backpack konnte ich in Kuching bei Bindi lassen und nur meine Sachen für die drei Tage mitnehmen, das war sehr gut. Nach der Busfahrt zahlte ich für den Nationalpark und mein Boot. Dann kam wieder so eine typische Malaysia-Aktion. Ich musste 1,5 Stunden warten mit der Erklärung das Boot müsse voll sein, sonst hätte ich 80 Löhnen dürfen. Letztendlich schickten sie dann doch ein Boot nur für mich und die Frau, die noch gekommen war... ein Glück. Sonst hätten wir da wohl bis zum Abend gesessen! So mit Kundenservice haben die es echt nicht.
Die Fahrt war ca. 10-15 minuten lang. Die Flut kam gerade erst wieder herein, also war es ein bisschen schwierig uns abzusetzen. Der Blick war echt schön, ein langer Sandstrand, dahinter alles grün und am Anlegesteg war eine Ansammlung toter Mangrovenbäume – total cool! Die wurden eines meiner liebsten Fotomotive!
Ich checkte ein und bezog mein Waldquartier – vier betten und zwei Ventilatoren waren mein neues Zuhause. Überall klebten Warnschilder man solle Türen und Fenster nicht offen lassen, wenn man keine Affengesellschaft im Bett möge. Das bekam ich gleich mit, als ich das Bad ansah, sobald ich die Tür offen hatte, pirschten sie sich an. Es waren nur die kleinen Makaken, die ich ja schon kannte. Bako ist eigentlich berühmt für seine Prohibiscis Affen mit den großen Nasen. Von denen hatte ich schon einen bei der Ankunft am Strand herumlungern sehen ;)
Ich ging erstmal Mittag essen und besah mir die Karte von Bako. Die Hälfte des Nationalparks war für Erholung der Gebiete geschlossen, das hatte ich schon von den anderen gehört. Ich hatte trotzdem noch genug Wege für die folgenden zwei Tage zur Auswahl. Für den Nachmitag suchte ich mir den Pako-Trail zum Strand aus. Dazu durchqueerte ich wieder das Mangrovenfeld auf einem hölzernen Hochweg
und dann ging es steil bergauf in den Wald. Man musste so auf seine Füße aufpassen, dass man wenig nach rechts und links schauen konnte. Das tat man dann, wenn man alle paar Minuten verschnaufen musste. Bei der Luftfeuchtigkeit ist das mit dem atmen nicht so einfach! Der Weg an sich hat mir sehr gefallen, es ging hoch und runter über Steine und Wurzeln und der Schatten war sehr angenehm, es roch nach Moos und Bäumen, herrlich :) Als ich am Strand ankam, hüpften schon wieder Affen in den Bäumen herum. Einer der Guides, der ebenfalls am Strand war, erzählte mir dass es eine andere Art Affen war, die Orange Babys haben. Total cool! Er entdeckte sogar eins und ich konnte super tolle Fotos machen!
Ich blieb noch bis die Sonne hinter dem großen Felsen am Horizont verschwunden war und dann machte ich mich auf den Rückweg, der Guide kam mit. Irgendwann meinte er ich solle rechts vom Weg abgehen, wir würden eine Abkürzung nehmen. Es wurde schon dunkel und man konnte nicht mehr so viel sehen.. Ich war mir da nicht ganz sicher, aber er arbeitete ja im Nationalpark, da sollte ich ihm wohl vertrauen können.. wir kraxlten durch Wasser und am Strand entlang und er musste mir zwischendurch seine Gummischuhe leihen, damit ich von dem Felsen mit den scharfen Muscheln ins Wasser springen konnte – Abenteuer haha. Zurück auf dem Holzweg konnte ich den wunderschönen Verlauf des Sonnenuntergangs sehen – absolut wunderschön!!! Es war richtig rot und sah total toll aus..
Ich musste mich dann aber beeilen, da ich noch auf den Nightwalk gehen wollte. Also fix zurück, Abendbrot und wieder losgestratzt. Wir sahen echt tolle Tiere und hatten drei coole Guides. Besonders der jüngere war sehr lustig und nahm mich die ganze Zeit hoch, weil ich so viele Fotos machte. Für mich war es sehr verärgernd, dass meine Kamera auf der Reise so gelitten hatte... Manchmal fokussierte das Objektiv nicht, dann funktionierte wieder der Blitz sporadisch nicht... Ich hoffe trotzdem, dass ein paar gute Schüsse von der Schlange, den Spinnen und Insekten dabei sind!
fette Quallen
Grüüüüüüüüüüüün
Silver Leaf Monkey mit Baby
Nightwalk - Mission started
Skorpion
Eine kleine Krabbe
Wen haben wir denn daa..
komische haarige Raupe
Schwalben
Sssssssssss :D

Montag, 14. April 2014

Semenggoh Orang-Utan Reserve



An meinem zweiten Tag in Kuching besuchte ich das Semenggoh Orang-Utan Reserve. Hier leben Orang-Utans in freier Wildbahn und werden von Pflegern behütet und zweimal täglich mit Früchten versorgt. Auf der einstündigen Fahrt traf ich zwei Belgier, die ebenfalls in meinem Hostel waren und heute ebenfalls die Orang-Utans anschauen wollten. Der Mann war sehr gesprächig und fröhlich und erzählte mir wie glücklich er über seine Scheidung ist (seine Frau war der Meinung das Gras auf der anderen Seite wäre grüner) weil er jetzt seine Natascha gefunden hat und mit ihr Reisen kann, das wollte seine vorherige Frau immer nicht so. Sehr süß, die beiden, haha :) Wir haben jedenfalls mit den vielen Menschen, die trotz Anweisung nicht gerade leise waren, insgesamt 5 Orang-Utans gesehen! Sehr beeindruckende Tiere, man sieht ihre Stärke, wenn sie sich von den Bäumen herunter hangeln um sich ihre Snacks abzuholen. Sie bekamen auch Kokosnüsse, die sie ganz clever gegen die Baumstämme hauten, um sie zu knacken :) Auf dem Rückweg trafen wir dann die Großmutter Orang-Utan mit ihrem Enkelchen, das immer schön an ihren Pops geklammert mit ihr herumwatschelte. Sehr niedlich! Ich hab schöne Fotos machen können, auch wenn ich ein kleines bisschen enttäuscht bin, dass ich keinen Dominanten gesehen habe, die sind ja dreimal so groß wie die anderen Orang-Utans und einfach nur schon auf Fotos soooo beeindruckend! Neben denen sehen die anderen winzig aus. Der Gruppenführer „Ritchie“ ist massig und um Kuching ziemlich berühmt. Die Spanierin aus meinem Zimmer hatte das Glück, ihn zu Gesicht zu bekommen und sie war sehr begeistert. Naja! Ich kann froh sein, 5 gesehen zu haben, manchmal lässt sich wohl kein Einziger blicken!

Herzlich Willkommen, ich will nur spielen!
Pitcher Plants
abhängen
Großmutti
bye bye!